Werch-Borowaja

Ein russisches Dorf 

 

Auf den ersten Blick glaubt man sich ins 19. Jahrhundert zurück versetzt. Doch Werch-Borowaja ist ein winziges russisches Dorf im riesigen Ural, in dem die Dorfbewohner jedes Jahr um ihr Überleben und für ihre Traditionen kämpfen.

 

Strom gibt es nicht, Wasser holt man am Fluss, das Birkenholz für den Holzofen und die russische Sauna wird im Wald geschlagen, und als Toilette dient auch im tiefsten Winter das Plumpsklo hinter dem Gemüsegarten. Für deutsche Stadtmenschen ein ganz und gar unvorstellbarer Zustand. Für Russen eine normale und teils sogar idyllische Lebensbeschreibung.

Sie denken daran, dort im Sommer Beeren zu sammeln, im Herbst Pilze zu suchen und an den langen Winterabenden zusammen zu singen, den selbst gebrannten Wodka zu trinken und sich die alten Geschichten von Väterchen Frost und der Hexe Baba Jaga zu erzählen.

 

Deshalb träume auch ich wie jedes Jahr wieder davon, wenigstens ein paar Wochen mit den Bewohnern von Werch-Borowaja zusammen verbringen zu können, denn dort findet man sie noch in jedem Blick und in jedem Moment, die wunderbare Inspiration der russischen Seele.

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